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  • Florian Grünwald

Eine ruhige Wohnung finden - aber wie?

Lärm macht krank. Das ist wissenschaftlich gut belegt. Laut Umweltbundesamt besteht schon bei niedrigen nächtlichen Dauerschallpegeln von 40 dB(A) (das entspricht flüstern oder leiser Musik) ein Anstieg des Erkrankungsrisikos für Herz-Kreislauf-Krankheiten und psychische Erkrankungen.

Die meisten von uns kennen das Gefühl des Ausgeliefertseins in der eigenen Wohnung, wenn die nachbarliche Party einfach nicht aufhört oder das nächste Flugzeug zur Landung ansetzt. Oft liegt dann die Idee eines Umzugs in eine ruhige Wohnung nahe. Wie aber eine solche finden? Leider ist das gar nicht so einfach. Eine vielzahl von Faktoren beeinflusst den Schall, der in unserer Wohnung ankommt und uns vielleicht den Schlaf raubt. In der folgenden Blogserie werde ich mich mit den gängigsten Lärmquellen beschäftigen. Ich werde beschreiben, wie du diese am besten erkennst und vermeidest, um nicht in der nächsten lauten Wohnung zu enden. Genauso wichtig wie das Umgehen von Lärm ist die Auswahl eines gut schallgedämmten Hauses, das zweite wichtige Thema meiner Beiträge. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die kommenden Themen.


Wichtige Lärmquellen, die du kennen solltest:


  1. Verkehr. Dabei ist es wichtig, zwischen Straße und Schiene zu unterscheiden und Bahnlärm zwischen Nahverkehr, Fern- und Frachtverkehr abzugrenzen. Auch Flugverkehr ist in manchen Gebieten eine große Beeinträchtigung.

  2. Die Nachbarn. Die Wohnung im nächsthöheren Stockwerk ist hier besonders wichtig, genauso eine Wohnung, die an das Schlafzimmer angrenzt.

  3. Kirchenglocken. Ein Kirchturm in der Nähe der Wohnung könnte zu Problemen führen.

  4. Nachtleben. Restaurant, Bars und Nachtclubs sind laut und das zu Zeiten, in denen wir entspannen wollen. Partymeilen im Allgemeinen solltest du vermeiden.

  5. Schulen oder Spielplätze. Für lärmempfindliche Menschen ein Faktor, den du berücksichtigen solltest.

  6. Touristische Hotspots. Hier wird es oft voll und laut, vor allem am Wochenende.

  7. Langzeit- oder Großbaustellen. Selbst wenn irgendwann vorbei sind sie doch manchmal über Monate eine große Lärmquelle.


Natürlich kommen Geräusche nicht ungefiltert bei uns an. Zum Glück gibt es ja noch die Hauswände und die Höhe der Wohnung ist auch relevant. Hier werde ich folgende Themen erklären:


  1. Das Stockwerk der Wohnung. Im Allgemeinen je höher, desto besser. Idealerweise nimmst du ein Obergeschoss.

  2. Die Schalldämmung des Hauses. Je dicker die Wände und je besser gedämmt, desto weniger Lärm kommt bei dir an.

  3. Die Art des Fußbodens über Ihrer Wohnung. Teppich oder Parkett - ein großer Unterschied.


In den nächsten Posts werde ich diese Faktoren genauer durchleuchten und aufzeigen, wie du damit am Besten umgehst.


Was für Lärm nervt dich am meisten? Was tust du dagegen? Ich freue mich auf deine Kommentare.

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